Barranco del Infierno
Die Barranco del Infierno sind schon lange kein Geheimtipp mehr, sondern eine sehr gern gewählte Wanderung abseits von Costa Adeje und den Touristenhochburgen Playa de las Américas, Los Gigantes und Los Cristianos.
Ihre Ursprünglichkeit hat man der Höllenschlucht an vielen Stellen genommen. Gerade im ersten Viertel der Wanderung sind viele Wege vorgegeben, planiert und begradigt, doch das ändert sich im weiteren Verlauf. Ähnlich wie in der Schlucht von Masca sind festes Schuhwerk und ausreichend Flüssigkeit für die Wanderung durch die Barranco del Infierno unbedingt von Nöten. Für Hin-und Rückweg benötigen Sie indes insgesamt 4-5 Stunden.
Die Wanderung durch die Höllenschlucht ist geprägt von wechselnden Eindrücken. Botaniker können an der Vielzahl unbekannter und für die Insel einzigartigen endemischen Pflanzen sich in der Zeit verlieren. Einst von Guanchen besiedelten Höhlen sorgen schon kurz nach dem Start der Wanderung für Aufmerksamkeit. Hier entdeckte man die einen oder anderen Mumien. Mit diesem Wissen wird so manch ein Wanderer schnell zum Höhlenforscher. Abenteuerlich geht die Wanderung durch Barranco del Infierno weiter. Mehrfach ein Bachbett überquerend, auf extra gefällten Bäumen die Bachläufe erklettert, beginnt nach der erst wüstenhaften Zone eine blühenden Landschaft und erreicht kurz vor dem Ziel eine urwaldliche Stimmung.
In den Sommermonaten ist es ein weiterer Verlauf der Wanderung ohne Probleme möglich. In den regenreichen Monaten hingegen, kann es passieren, dass die Tour durch die Barranco del Infierno hier endet. Die sich ergießenden Wassermassen lassen den Bach zu einem reißenden Strom anschwellen und die Gefahr zu verunglücken, ist einfach zu groß. Doch so lange der Bach nur wenig Wasser führt, öffnet sich nach einer kurzen Kletterpartie ein für Teneriffa selten schöner Anblick. Aus etwa 80 m Höhe schießt das Wasser an der felsigen Bruchkante als Wasserfall in ein Basaltbecken. Je nach Wasserlauf sind es ein bis drei dünne Rinnsale oder einen rauschenden Wasserfall.
Da die Höllenschlucht Teneriffa am Ende doch leichter begehbar ist, als ihr Name es anfänglich andeutet, gelingt der Weg zurück oft mit Leichtigkeit.
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