Es ist eines der beliebtesten Ausflugsziele im Hinterland der Westküste Teneriffa. Araguayo war lange Zeit „vom Rest der Welt“ abgeschnitten. Nur kleine Trampelpfade führten den Weg zum Tenogebirge hinauf nach Araguayo und man entdeckte den kleinen Weiler eher zufällig.
Dass heute eine belebte Straße durch Araguayo führt, beeinflusste das Leben und Wirken hier in Araguayo nur spärlich. Die Straße verbindet das Verwaltungszentrum der Touristenhochburgen Playa de las Americás und Los Christianos, Adeje mit der eher charakterträchtigen Fischergemeinde Santiago del Teide und bildet als Hochstraße eine Alternative zur Küstenstraße.
Schon in den Vormittagsstunden tummeln sich die ersten Busse an der einzigen Bushaltestelle hier in Araguayo. Doch davon völlig unbeeindruckt werkelt die Töpfer bereits in ihrer Werkstatt. Es ist zugleich ein kleines Museum mit freiem Eintritt. Das Museo Alfarero de Araguayo befindet sich einem alten und aufwendig restaurierten Bauernhaus. Es ist die letzte dort befindliche Werkstatt einer einst als Töpfersiedlung gegründete Gemeinde.
Mit Geduld dokumentieren die Töpfer ihre Schritte bei der Herstellung von Töpfen, Vasen, Schalen und Aufbewahrungsbehältern und verweisen darauf, sich auf der Anlage umzusehen. Fürwahr ist die gesamte Anlage ein kleines Paradies und eine Fundgrube für Herstellungstechniken und Formen der Guanchen und vorspanische Keramikfunde, die eher auf eine Verwandtschaft Teneriffas mit den Berbern Nordafrika verweist.
Nach eingehenden Erkundungen lohnt es sich den nur 5km lange Weg zurück spazierend zurückzulegen. Im Wechsel mit kargen Wüstenelementen, Geröllen des Tenogebirges und grünen Oasen ist dieser Weg nur einer kleiner Ausschnitt von der Vielfältigen geologischen und biologischen Entwicklung an der Westküste Teneriffa.
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